20 Wege wie Du Fake News im Netz erkennen kannst

20 Wege wie Du Fake News im Netz erkennen kannst

13.04.2022
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Jeden Tag, ja stündlich erscheinen tausende neuer Videos, Artikel und Posts im deutschsprachigen Internet. Doch woher soll man wissen: Stimmt das wirklich? Oder ist das alles vielleicht doch nur ein Fake?

20 Tools und Möglichkeiten um Fake News und Betrügereien im Netz zu erkennen.

Das Internet als demokratisches unabhängiges Medium?

Vom Prinzip her ist das Internet ja grundsätzlich ein demokratisches Medium. Jeder kann gleichberechtigt überall und zu jeder Zeit seine Meinung oder auch die anderer verbreiten, kommentieren und weiter teilen. Das war ja auch ursprünglich einer der Ideen des World-Wide-Web: ein unabhängiges und dezentrales Medium für den freien Informationsaustausch zu schaffen.

Das Problem dabei: immer mehr Nachrichten, vor allem im Internet sind entweder gefälscht oder manipuliert. Dabei ist es gleich, ob die Nachricht aus einem reinen Text besteht oder aus einem Bild oder einem Video. Dummerweise werden solche Manipulationen nicht erkannt und millionenfach einfach geteilt und häufig dann völlig unkritisch konsumiert.

Dabei kann man niemandem wirklich einen Vorwurf machen. Zum einen, weil beispielsweise Bild-Manipulationen durch die hohen technischen Möglichkeiten in der Bildbearbeitung quasi nicht zu erkennen sind. Zum anderen fehlen den meisten Nutzern die Kriterien, um zwischen seriösen und unseriösen Quellen zu unterscheiden oder einfach nur die Glaubwürdigkeit einer Nachricht zu beurteilen.

Aber: durch die hochentwickelten forensischen Methoden ist es inzwischen auch möglich Bild-, Video- oder Audio-Manipulationen zu erkennen. Über das wie und wie man selbst solche Fake News entlarven oder sich eben schon vorher davor schützen kann, erfährst du in diesem Beitrag.



Was sind eigentlich sogenannte “Fake News”?

Fake News sind Informationen in Form von Texten, Bildern oder Videos, die nicht der Wahrheit entsprechen.
Die meisten der bei uns verbreiteten Fake News sind unbewiesene Behauptungen die sich auf nicht geschehene Ereignisse oder Handlungen beziehen – bevorzugt verbreitet in den digitalen Medien wie beispielsweise über Facebook, YouTube, TikTok, Instagram und Telegram.
Nicht immer leicht aber dennoch erkennbar an reißerischen Überschriften und fehlenden Urheber- und Quellenangaben.

Fake News 2


Weitere damit zusammenhängende Begriffe erklärt

Desinformation = direkte Lüge oder besteht indirekt aus subtiler Unterdrückung, Verschweigen oder Ablenken von überprüften Fakten oder indem falsche Meinungen impliziert werden. Falsche Informationen, die mit der Absicht in Umlauf gebracht, Menschen zu täuschen oder Schaden anzurichten.
Dazu zählen etwa erfundene Inhalte (Lügen, Gerüchte), aus dem Kontext gerissene Inhalte (verkürzte Zitate, fehlerhafte Statistiken) und manipulierte Inhalte.

Deepfakes = realistisch wirkende Medieninhalte (Fotos, Videos), die durch Techniken der künstlichen Intelligenz abgeändert und verfälscht worden sind.
Hoax = Englisch für Scherz oder Schwindel. Falschmeldungen, die verbreitet werden und oft ausnutzen, dass Personen darauf reinfallen und den Fake weiterverbreiten.

Hatespeech = bedeutet übersetzt „Hassrede“. In menschenverachtenden Aussagen werden Einzelne oder Gruppen abgewertet. Die sprachlichen Angriffe können auf Merkmale wie Hautfarbe, Herkunft, Sexualität, Geschlecht, Alter, Behinderung oder Religion von Menschen zielen.
Phishing = Versuche, sich über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten als vertrauenswürdiger Kommunikationspartner auszugeben, mit dem Ziel dass die Nutzer Finanzdaten, Zugangsdaten oder andere sensible Daten preisgeben.

Propaganda = (von lateinisch propagare‚ weiter ausbreiten, ausbreiten, verbreiten) bezeichnet zielgerichtete Versuche, politische Meinungen oder öffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und das Verhalten in eine vom Propagandisten erwünschte Richtung zu lenken.

Ideologie = steht für sogenannte Weltanschauungen, die vorgeben, für die gesellschaftlichen Probleme die richtige Lösung zu haben. Menschen, die solche weltanschaulichen Ideen oftmals starr und einseitig vertreten, nennt man „Ideologen“. Heute oft auch als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Verschwörungsideologien immunisieren ihre stereotypen und monokausalen Vorstellungen über Verschwörungen gegen kritische Überprüfungen; ein Beispiel hierfür ist die Annahme, die Mondlandung 1969 hätte nicht wirklich stattgefunden, die Aufnahmen vom Mond wären auf der Erde gemacht worden.
Auch die Corona-Pandemie hat schädliche und irreführende Verschwörungstheorien hervorgebracht. Man erkennt sie manchmal nur schwer oder weiß nicht, wie man damit umgehen soll.

Verschwörungstheorien = richten sich oft diskriminierend gegen ganze Gruppen, die als Ursache für eine echte oder vermeintliche Bedrohung wahrgenommen werden. Sie polarisieren die Gesellschaft und schüren gewalttätigen Extremismus. Die meisten Menschen, die Verschwörungstheorien verbreiten, glauben wirklich an sie. Andere bedienen sich ihrer aus reinem Zynismus.



Fake News sind übrigens kein neues Phänomen

Früher in einer Zeit ohne die neuen Medien wie das Internet mit Facebook, YouTube, twitter, TikTok und Telegram hießen die Fake News einfach nur anders. In der Presse waren dies oder sind dies auch immer noch die „Zeitungsenten“. Gerüchte und Propaganda werden meist mündlich übertragen. Allen gleich ist die vermeintlich irrtümlich oder gezielt verbreiteten Falschnachrichten ( heute: Fake News ).
Ein Paradebeispiel dafür war die NS-Propaganda. Um eine „Mobilisierung der Massen“ zu erreichen, wurde das Schwergewicht der politischen Arbeit auf die Propaganda gelegt. Hitlers bereits in “Mein Kampf” entwickelte Prinzipien

  • Beschränkung auf wenige Themen und Schlagworte,
  • geringer geistiger Anspruch,
  • Abzielen auf das gefühlsmäßige Empfinden der Massen,[10]
  • Vermeidung von Differenzierungen,
  • und die tausendfache Wiederholung der jeweiligen Glaubenssätze
    bestimmten nun das Vorgehen der nationalsozialistischen Propaganda, die so zu einer höchst erfolgreich eingesetzten Waffe des NS-Apparates wurde.


Warum werden Fake News verbreitet?

Werden Fake News im Netz verbreitet, kann das wirtschaftliche, politische, ideologische oder persönliche Motive haben.
Menschen haben schon immer Unsinn erzählt. Man denke dabei nur mal an die Stammtischreden mancher Mitmenschen. Da wird schnell mal die eigene Meinung als Fakten dargestellt - unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Aussage.

Politisch motivierte Fake News verfolgen mit deren Verbreitung propagandistische Zwecke. Politische Prozesse sollen beeinflusst, Wähler manipuliert und letztlich ein politischer Wandel herbeigeführt werden.
Beispiele gefällig? Die Brexit-Befürworter hatten im Vorfeld der Wahlen unverhohlen mit falschen Zahlen für den EU-Austritt geworben.
2016 wählten die Amerikaner Donald Trump zum Präsidenten, obwohl ihn Faktenchecks im Wahlkampf als notorischen Lügner entlarvt hatten.
Weitere Aufsehenerregende Fake-News-Fälle findest du bei planet wissen:
planet-wissen.de/kultur/medien/fake_news

Ideologische Motive: im Gegensatz zu Verschwörungstheoretikern sind sich Verschwörungsideologen oft nicht bewusst, dass sie Fake News verbreiten. Aufgrund ihrer Weltanschauung akzeptieren sie die falschen Informationen selbst und stellen sie nicht in Frage.


Fake News im Netz erkennen

Bei manchen Fake News ist es leicht diese zu erkennen. Beispielsweise wenn behauptet wird “Die Erde ist eine Scheibe”. Meist muss man aber schon genauer hinsehen, um Fake News zu erkennen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch eine Dokumentation bei 3Sat:Video: Das manipulierte Bild
Lippensynchrone Video-Bearbeitungen ermöglichen es schon heute, Politikern oder Prominenten nie Gesagtes in den Mund zu legen. Gefälschte Bilder und Videos sind dabei kaum zu erkennen.
Quelle: ZDF | Deutschland 2016 | 43:31 Minuten | Verfügbar bis 23.05.2024



Deine persönliche Fake News Checkliste

» Impressum: in Deutschland gibt es die Impressumspflicht!Ist kein Impressum angegeben ist Vorsicht angesagt. Gilt übrigens auch für Social-Media-Accounts.

» Die URL kontrollieren: sieh Dir die Webadresse in der Browserzeile an. Oftmals unterscheidet sich die Webadressen nur durch einen Zusatz wie einen Bindestrich oder eine Endung wie .net vom Original.

» Die Quelle: ist ein Autor des Artikels angegeben? Wenn ja, recherchieren, was noch so publiziert wurde. Was ist die Absicht des Autors?

» Aktualität: wann wurde die Nachricht verbreitet? Steht ein Datum dabei und kann das Datum stimmen?

» Auf Anzeichen achten: manchmal sind es reißerische Überschriften, die in den sozialen Netzwerken für Unsicherheit sorgen. Das heißt, immer die Frage stellen: Gibt es andere Quellen, die die Zitate oder Informationen bestätigen?

» Faktencheck: recherchiere die Behauptungen auf unabhängigen, renommierten Seiten nach und falle nicht auf mögliche lediglich seriös wirkende Daten, Statistiken oder Ähnliches herein.Geben andere Medien noch Zusatzinformationen, die etwas an der grundlegenden Sache ändern?Werden Studien zitiert, kann man in der Originalstudie nachsehen, ob die gemachten Angaben stimmen.

» Bilderrecherche: nutze die diversen Werkzeuge einer Bilderrückwärtssuche (siehe weiter unten im Beitrag). Findet man das Bild noch in einem anderen Kontext?

» Niemals per SMS zugesandte Bezahl- oder Bestätigungscodes weiterleiten!



Algorithmen, Social Bots und Deepfakes

Mittlerweile werden für die Verbreitung von Fake News immer häufiger Algorithmen und Social Bots eingesetzt. Durch die große Reichweite wird der Eindruck erzeugt, dass es sich bei den Falschmeldungen um besonders relevante und wahre Meldungen handelt. Für Laien sind die technisch erstellten Nutzerprofile und Nachrichten nur sehr schwer von echten Usern und deren Postings zu unterscheiden.

Heutzutage können Fotos, Audios und Videos digital nahezu realitätsgetreu manipuliert und willkürlich verändert werden. Das nennt man dann auch Deepfake. Mit dieser modernen und manipulativen Technik können Aussagen oder Handlungen einer Person so dargestellt werden, die so in der Realität nie stattgefunden haben.

Wie solche Deepfakes im Ukraine-Krieg genutzt wurden, zeigt ein Video von Selenskyj und Putin: zdf.de/nachrichten/politik/selenskyj-deepfake-video-ukraine-krieg-russland-100

Das Forschungsprojekt „Face2Face“ hatte bereits 2016 eindrucksvoll bewiesen, dass diese Manipulation von Bild- und Tonmaterial sogar in Echtzeit funktioniert (siehe folgendes Video).
Video: „Face2Face“




20 Webseiten & Tools für deinen Faktencheck:

» Mimikama | www.mimikama.at
Mimikama® ist eine internationale Anlaufstelle und Verein zur Aufklärung über Internetbetrug, Falschmeldungen sowie Computersicherheit und zur Förderung von Medienkompetenz sowie eine Beobachtungsstelle für Desinformation und Social Media Analysen. Der Fokus ist hier vor allem auf die sozialen Medien wie Facebook, Twitter und WhatsApp gerichtet, wo auch Useranfragen direkt beantwortet bzw. zugesendete Informationen / Gerüchte überprüft werden.

» HOAXmap | hoaxmap.org
Diese Seite sammelt Gerüchte, die in Deutschland in Umlauf sind und als Fake News entlarvt wurden. Falschmeldungen können nach Bundesland, Ort oder Schlagworten gesucht werden. Der User sieht sofort, aus welchem Jahr das Gerücht stammt. Zur Kontrolle gibt es einen Link zu einem Artikel, der das jeweilige Gerücht widerlegt hatte.

» ARD Faktenfinder | tagesschau.de/faktenfinder
Hier werden vermeintliche Fake News im Rahmen des „faktenfinder“ zu ihrem Wahrheitsgehalt untersucht. Du bekommst vertiefende Hintergrundinformationen zur der jeweilig umstrittenen Nachricht.

» Recherchekollektiv Correctiv | correctiv.org
Wer sich nicht sicher ist, ob die gerade gelesene oder in Sozialen Netzwerken gepostete Nachricht der Wahrheit entspricht, sollte sich unbedingt auf CORRECTIV über deren Wahrheitsgehalt informieren.
Recherchen für die Gesellschaft. CORRECTIV ist eine gemeinnützige und unabhängige Redaktion. Diese bringt systematische Missstände ans Licht und stärkt eine demokratische und offene Zivilgesellschaft. Sie stehen für investigativen Journalismus.

» Watchlist Internet | watchlist-internet.at
Internet-Betrug, Fallen & Fakes im Blick.
Die Watchlist Internet ist eine unabhängige Informationsplattform zu Internet-Betrug und betrugsähnlichen Online-Fallen.
Sie informiert über aktuelle Betrugsfälle im Internet und gibt Tipps, wie man sich vor gängigen Betrugsmaschen schützen kann. Opfer von Internet-Betrug erhalten konkrete Anleitungen für weitere Schritte.

Aktuelle Schwerpunktthemen der Watchlist Internet sind u.a.: Abo-Fallen, Kleinanzeigen-Betrug, Phishing, Abzocke über Handy und Smartphone, Fake-Shops, Markenfälschungen, Scamming bzw. Vorschussbetrug, Facebook-Betrug, Gefälschte Rechnungen, Gefälschte Abmahnungen, Lösegeld-Trojaner.
Die Watchlist Internet trägt dazu bei, dass Internetnutzer besser über Online-Betrug Bescheid wissen und kompetenter mit Betrugstricks umgehen lernen. Dadurch wird das Vertrauen in die eigene Online-Kompetenz sowie auch das Vertrauen in das Internet insgesamt gestärkt.

» BR #Faktenfuchs | br.de/nachrichten/faktenfuchs-faktencheck
Wir gehen Gerüchten auf den Grund - und wir beantworten Fragen. Falschinformationen sind in keinem Bereich harmlos. Und sie begegnen uns allen - auf Facebook, auf Whatsapp, auf Telegram. In Gesprächen auf der Straße, in der Schule, im Beruf.

» Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz | kompetenznetzwerk-hass-im-netz.de
Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von vier etablierten Organisationen, die sich gegen Hassrede und Gewalt im digitalen Raum engagieren: Das NETTZ, HateAid, jugendschutz.net, und Neue deutsche Medienmacher.
Mit dem Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz entsteht in den nächsten Jahren eine zentrale Anlaufstelle für alle, die sich informieren wollen, Hilfe suchen, sich engagieren, Orientierung brauchen, darüber berichten oder sich weiterbilden wollen.

» Whitepaper: Factchecking | dpa.com/de/unternehmen/faktencheck/whitepaper
Für die dpa ( deutsche presse agentur ) ist die Verifikation und Factchecking von Inhalten auch in sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten eine immens wichtige Aufgabe. Über den Link kannst du dir kostenlos das Whitepaper "Factchecking" downloaden.
Inhalte des Whitepaper:
+ Verifikation als zentrale Aufgabe von Redaktionen. Über Gefahren und Folgen von Fake News.
+ Factchecking heute und morgen.
+ Falsches sicher entlarven: Wie das Faktencheck-Team der dpa täglich Unwahrheiten aufdeckt.
+ Tools für die digitale Recherche.
+ Cheap Fakes kreativ kontern.

» EU-Kommission | url.iscout.link/Verschwoerungstheorien
Was sind Verschwörungstheorien? Warum haben sie Hochkonjunktur?Die Corona-Pandemie hat schädliche und irreführende Verschwörungstheorien hervorgebracht, die in erster Linie übers Internet verbreitet werden. Die EU-Kommission und die UNESCO wollen helfen, Verschwörungstheorien zu erkennen, zu widerlegen und entgegenzuwirken.

» FIRST DRAFT NEWS | de.firstdraftnews.org
Grundlegende Quelle zur Berichterstattung und Quellenprüfung für Journalisten.
In dem Partnernetzwerk arbeiten mehr als 100 Nachrichtenredaktionen weltweit, einige der größten globalen Journalistenverbände, die größten sozialen Netzwerke und Technologie-Unternehmen sowie Menschenrechtsorganisationen.

» Fakten-Check mit Google
Google hat Ende März´22 angekündigt, 10 Millionen Dollar zu investieren, um Fehlinformationen über die Realitäten und Fakten des Krieges in der Ukraine zu bekämpfen. Dazu gehören neue Partnerschaften mit Think Tanks und Organisationen der Zivilgesellschaft. Um dies auch effizient tun zu können, ist es hilfreich, benutzerfreundliche Tools zu haben, um Quellen zu überprüfen, wertvollen Kontext zu erhalten und Informationen auszuwerten. Die Google-Suche bietet dazu selbst vier Möglichkeiten.

Manchmal, wenn ein neues Thema im Trend liegt, sind die Informationen, nach denen man sucht, noch nicht allgemein verfügbar. In diesen Momenten zeigt die Suche automatisch einen Hinweis in den Suchergebnissen an, der darauf hinweist, dass es einige Zeit dauern kann, bis eine Reihe von Quellen Informationen zu einem Thema veröffentlicht haben.
Für hochzitierte Quellen gibt es ein neues Label. Dies gibt einem die Möglichkeit, Nachrichten zu identifizieren, die häufig von anderen Nachrichtenorganisationen zitiert wurden. Dieses Label wird auf “Top Stories” erscheinen. Man findet es vor allem bei investigativen Artikel oder einem Interview, einer Ankündigung, einer Pressemitteilung oder einer lokalen Nachricht, solange andere Verlage die Relevanz durch eine Verknüpfung darauf angeben. Geplant ist die weltweite Einführung für die kommenden Wochen.

Möchtest du ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Geschichte überprüfen, von der du gehört hast? Mit dem “Fact Check Explorer” (toolbox.google.com/factcheck/explorer) von Google kann man verschiedene Themen durchsuchen, zu denen man Fragen hat. Dieses Tool sammelt mehr als 150.000 Faktenchecks von namhaften Verlagen aus der ganzen Welt.

Das kennt wohl jeder: man sucht online und stößt auf eine Geschichte von einer Website, von der man noch nie gehört hat. Man kann zukünftig die Quelle direkt auf der Suche mit “About this result” ( Über dieses Ergebnis ) überprüfen. Aktuell noch im Beta Status. Diese und andere Funktionen (blog.google/products/search/evaluating-information-online-tools) werden in Kürze für alle englischsprachigen Suchen weltweit verfügbar sein.

» IFCN – International Fact-Checking Network
Weitere Tipps und Best Practices findest du auch in den Ressourcen des IFCN unter: factcheckingday.com

» GNI Training Center
Und wenn du Journalist bist, besuche das GNI Training Center: newsinitiative.withgoogle.com/training

» LEITFADEN VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN
COMPACT – Comparative Analysis of Conspiracy Theories
(dt. Vergleichende Analyse von Verschwörungstheorien)
ist ein von der EU finanziertes Forschungsnetzwerk der COST Action (dt. „Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie“), dem 150 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus ganz Europa angehören, die sich mit den Ursachen und Folgen von Verschwörungstheorien befassen.
Download: COMPACT Guide Deutsch | Leitfaden Verschwörungstheorien
( kostenloser PDF-Download | COMPACT_Guide_Deutsch-2.pdf | 4 MB )

 
Leitfaden Verschwörungstheorien Screen


» The Routledge Handbook of Conspiracy Theories

In diesem (englischsprachigen) Handbuch wird untersucht, woher Verschwörungstheorien kommen, wer an sie glaubt und welche Folgen sie haben. Es bietet die bisher umfassendste Analyse des Phänomens. Es analysiert Verschwörungstheorien aus einer Vielzahl von Blickwinkeln und verwendet dabei sowohl qualitative als auch quantitative Methoden. Es gibt einen Überblick über die wichtigsten Debatten und enthält Kapitel über die historischen Ursprünge von Verschwörungstheorien sowie über ihre politische Bedeutung in einer Vielzahl von Ländern und Regionen.
Dieses Buch ist eine wichtige Quelle für Studierende und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen, die sich für die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen von Verschwörungstheorien interessieren, darunter AreaStudies, Anthropologie, Geschichte, Medien- und Kulturwissenschaften, Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie.

Das Handbuch bei amazon kaufen*
(Taschenbuch – 30. September 2021 – Englisch Ausgabe – 51,99€):



Webseiten und Tools für die Bilderrückwärtssuche:

Auf diesen Seiten kannst du Bilder checken, um Fake News zu entlarven. Sehr schnell lässt sich die Ursprungsquelle eines Bildes recherchieren.

» Google Bildersuche | www.google.de/imghp
(auf den Fotoapparat klicken)

» TinEye – Finden Sie heraus, wo Bilder online erscheinen | tineye.com
Auch hier genügt die Bild-URL oder der Bilder-Upload.

Und so funktioniert die Rückwärts Bildersuche:
Link zum Bild in der Suchmaschine eingeben oder Screenshot vom Bild hochladen. Als Ergebnis bekommst du Seiten, die dieses Bild verwenden.
Daran erkennt man oft, was das Bild eigentlich aussagt:
– Aus einem Artikel / von einer Webseite zu einem anderen Thema geklaut = Fake Alarm
– Bild, das eine bestimmte Person zeigen soll, ist von einer Bildagentur (z.B. Shutterstock), also ein Werbebild = Fake Alarm

Für die Video-Suche gibt es auch ein eigenes Tool:
» YouTube Dataviewer | citizenevidence.amnestyusa.org
Der Youtube Dataviewer ist ein kostenloses Tool von Amnesty International, mit dem du die Metadaten aus Youtube-Videos extrahieren kannst.
Es ermöglicht dir, Informationen wie die ursprüngliche Uploadzeit von Videos zu verfolgen und eine umgekehrte Bildsuche für alle für Videos verwendeten Vorschaubilder durchzuführen. Das macht es einfacher zu sehen, ob ein Video tatsächlich für das behauptete Ereignis relevant ist. Um die Informationen zu finden, kopierst du einfach die URL und fügst sie in den Datenviewer ein.

» App-Tipp: Fake News Check
App für iOS und Android-Smartphones.Der in Kooperation mit den Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) entwickelte Fake News Check kann Lernende dabei unterstützen, Fake News im Netz zu erkennen. Die App erkennt Fake News dabei nicht automatisch, sondern sie soll helfen, wichtige Fragen zu stellen, und Fake News durch angeleitetes Nachdenken von echten Nachrichten zu unterscheiden zu lernen. Auf diese Art und Weise soll die App allgemein für den kritischen Umgang mit Nachrichten sensibilisieren.
Weitere Infos hier: NLQ
Zum Download der App geht´s hier: www.neue-wege-des-lernens.de/apps

» Online-Quiz
Und für die Spieler unter euch gibt es auch ein passendes Quiz:“Fakt oder Fake”: Das Handysektor Fake News Quiz



Videos zum Thema Fake News

Wenn du lieber Videos zum Thema anschauen willst, habe ich dir hier ein paar sehenswerte YouTube-Videos ausgesucht.

» Nachrichten über den Krieg: So kannst du Fake News erkennen | neuneinhalb | WDR | 9:31 Min. | vom 28.03.2022
Auf TikTok und andere Sozialen Netzwerken wimmelt es gerade nur so von Bildern und Videos, die angeblich den Krieg in der Ukraine zeigen. Doch viele Nachrichten über den Krieg sind fake, also falsch! Wie du erkennen kannst, was echt und was nicht echt ist, und wie du an verlässliche Informationen über den Krieg kommst, das erfährst du in dieser neuneinhalb-Folge.


» Was sind Fake News? | SPIEGEL Ed | 2:23 Min. | vom 18.11.2019
Auf Facebook, Twitter, Instagram - überall findet man sie: Fake News. Aber was genau sind eigentlich Fake News und warum werden Fake News verbreitet? Dies und wie auch Suchmaschinen dabei helfen können, Fake News zu erkennen, erklärt Henrik.


» Fake News: Wie sich Falschnachrichten zu Corona-Zeiten verbreiten | Einstein | SRF Wissen | 36:12 Min. | vom 11.09.2020

Fake News verbreiten sich in Corona-Zeiten ähnlich schnell wie das Virus selbst. Aus Falschnachrichten werden schnell Verschwörungserzählungen, die viele in ihren Bann ziehen, wie  die jüngsten Anti-Corona-Demos in Deutschland zeigen. Woher kommen solche Bewegungen? Wie erkennt man Fake News? Und wie gefährlich sind eigentlich Deep Fakes?



Was kann man konkret gegen Fake News tun?

» Besser reagieren als ignorieren!
In dem man beispielsweise solche Fake News mit Faktencheck-Webseiten kommentiert. Solche Posts und Beiträge nicht teilen.

» Beiträge auf Webseiten und Blogs:
den Verfasser unter Anführung überprüfter Informationen kontaktieren
und um Korrektur bitten.

» Presse und Medien:
Redaktionsleitung kontaktieren – und wenn das nicht hilft,
den lokalen bzw. den deutschen Presserat kontaktieren.

» Bei eigenen Texten und Beiträgen:
in der Überschrift die Fakten, nicht die Verschwörungstheorie bringen. Die zentralen Fakten anhand überprüfter Informationen hervorheben.

» Stütze dich nur auf gesicherte Informationen.
Stoppe so die Verbreitung von Fake News.


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👁️‍🗨️ FAZIT:

Fact or Fake? Tatsache oder Fälschung?

Um sich vor Fake News effektiv zu schützen, sollte man seine Information ausschließlich über verlässliche Quellen beziehen, die sich auch die Mühe machen zu recherchieren und den Wahrheitsgehalt von Nachrichten zu kontrollieren. Beispielsweise öffentliche-rechtliche Sendeanstalten und der Qualitätspresse.

Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, TikTok oder Messenger wie Telegram etc. sollte man grundsätzlich misstrauen! Selbst wenn etwas oft geteilt wurde oder eine Seite professionell gestaltet ist, heißt das nicht, dass die Informationen auch wahr sind.

Und lieber einmal weniger geteilt als dass man Falschmeldungen weiter verbreitet. Eine Gesellschaft ohne Fake News wäre durchaus möglich.


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Quellen:



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